Landeskirchliche Gemeinschaft Limbach-Oberfrohna

„Und als sie in das Haus gekommen waren, sahen sie das Kind mit Maria, seiner Mutter, und sie fielen nieder und huldigten ihm, und sie öffneten ihre Schätze und opferten ihm Gaben: Gold und Weihrauch und Myrrhe.“ (Matt.2,8-10)

Vor wem würdest du niederfallen, anbeten und ihm unglaublich teure Geschenke machen, die dich vielleicht sogar alles kosten werden? Deinem Nachbarn, Arbeitskollegen oder Freunden? Sicherlich nicht. Nein, das Kind muss also etwas ganz Besonderes sein. Niederfallen und anbeten sind Zeichen von Demut und Hingabe. Oft sehen wir beim Krippenspiel, in aufgebauten Krippen oder zum Beispiel auch bei Schwibbögen immer ein kleines Kind in einer Krippe liegen. Aber dieses kleine Baby war kein normales, wunderbares Kindlein -so wie täglich neue Kinder geboren werden dürfen. Nein, es war Gott selbst. Der Herr Jesus Christus – egal, ob 24 Stunden alt oder 30 Jahre alt – er war zu jedem Zeitpunkt hoch erhaben und ihm gebührt unser ganzes Streben, unsere Anbetung und vor ihm müssen wir uns beugen. Die Weisen aus dem Morgenland haben das verstanden. Noch dazu sind sie weit gereist, aber sicherlich nicht, um ein normales Kindlein zu sehen. Wenn das Krippenspiel in der Kirche vorbei ist, geht wieder jeder seines Weges, wenn er denn überhaupt in der Kirche war. Zu Hause angekommen geht es dann meist um „Essen“ und „Geschenke auspacken“. Wir vergessen, dass das schönste Geschenk doch gerade noch dargestellt wurde in der Kirche, in einer Krippe liegend. Unser Erlöser und Heiland Jesus Christus. Die Adventszeit, endet im Höhepunkt mit dem Weihnachtsfest, sollte nicht deshalb für uns die schönste Zeit im Jahr sein, weil da alles immer so herrlich in den Häusern geschmückt ist, es gutes Essen und besondere Geschenke gibt, und vielleicht herrlicher Schnee draußen liegt. Nein! Es sollte für uns eine besondere Zeit sein, weil ohne Chisti Jesu Geburt wir immer noch umherirren würden, wie hirtenlose Schafe. Weil wir immer noch keine Chance hätten, aus dem Sündensumpf herauszusteigen. Der Herr hat sich erniedrigt, und ist ganz Mensch geworden, und wurde zudem noch in einem Stall geboren. Der Stall hat sicherlich nicht nach einer frischen Blumenwiese gerochen, und war auch alles andere als hygienisch sauber. Es gab nichts „hübsches zum Anziehen“ für den neugeborenen König, und was es nicht alles heutzutage bei Entbindungen für Vorkehrungen gibt. Nein, der Höchste und Heiligste hat sich in solch niedrige Umstände begeben – was er übrigens alles nicht nötig gehabt hätte – um uns geboren zu werden, zu unserer Errettung, weil er uns liebt. Zusammen mit seinem Kreuzestod und seiner Auferstehung ist uns Heilung geworden (Jesaja 53,10).